{"id":1713,"date":"2012-12-03T15:57:45","date_gmt":"2012-12-03T14:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.takutrends.de\/blog.takutrends.de\/?p=1713"},"modified":"2025-05-21T11:19:09","modified_gmt":"2025-05-21T09:19:09","slug":"was-haben-25-3-1911-und-der-24-11-2012-gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.takutrends.de\/blog.takutrends.de\/was-haben-25-3-1911-und-der-24-11-2012-gemeinsam\/","title":{"rendered":"Fair Trade Produktion"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fair Trade Produktion<\/strong> K\u00f6ln.\u00a0 Taku Trends ist Fair Trade Lizenzpartner. Produziert werden Bio Baumwolltaschen und Bio Textilien. Bio Textilien in <span style=\"text-decoration: underline;\">Fair Trade Produktion<\/span> finden Sie in <a title=\"Fair Trade Textilien \" href=\"https:\/\/www.takutrends.de\/Bio-Gruene-Werbeartikel\/Textilien:::45_1342.html\">gro\u00dfer Auswahl <\/a>bei Taku Trends.<\/p>\n<h2>Warum ist die Fair Trade Produktion so wichtig?<\/h2>\n<p>Was haben 25.3.1911 und der 24.11.2012 gemeinsam?<\/p>\n<p>Beides sind die Daten von unglaublichen Brandkatastrophen<strong>. <\/strong>An beiden Tagen brannten Textilfabriken. Kleiderfabriken, in denen Hunderte von N\u00e4herinnen arbeiteten.\u00a0 Frauen, die an Ihren N\u00e4hmaschinen qualvoll starben. Ohne die Chance auf eine Flucht.<\/p>\n<p>Der 25.3.1911 war ein Samstag und die Geburtsstunde der amerikanischen Gewerkschaften und der Arbeitnehmerbewegung. An diesem Tag starben in New York in einer Textilfabrik 146 Menschen in einem unglaublichen <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/22503\/das_feuer_das_amerika_veraenderte.html\">Inferno<\/a>. Die N\u00e4herinnen konnten nicht fliehen, weil profitgierige Unternehmer die T\u00fcren einfach abgeschlossen hatten.<\/p>\n<h3><strong>24.11.2012 Gro\u00dfbrand in einer Kleiderfarbik in Dhaka<\/strong><\/h3>\n<p>\u00dcber 100 Jahre sp\u00e4ter, ebenfalls an einem Samstag den\u00a0 24.11.2012 kommen bei einem Brand in einer Textilfabrik\u00a0 \u00fcber 112 Menschen\u00a0 in Dhaka Bangladesch um. Nichts hat sich ge\u00e4ndert. Eine Firma &#8211; Tazreen Fashion &#8211; brennt, in der \u00fcber 1000 Menschen eingeschlossen sind. Die Motive sind die gleichen. Gierige Manager, die ,,Vorh\u00e4ngeschl\u00f6sser&#8220;\u00a0 an den T\u00fcren anbringen lie\u00dfen. So konnte kaum jemand fliehen. Auch Feuerl\u00f6scher funktionierten nicht. Das 9 st\u00f6ckige Geb\u00e4ude selber hatte eine Baugehmigung \u00fcber 3 Stockwerke.\u00a0 Mittlerweile sind 3 Manager festgenommen.<\/p>\n<p>Das sind die Grundlagen f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\">Fair Trade Produktion<\/span>.<\/p>\n<h3><strong>Sklavenl\u00f6hne f\u00fcr N\u00e4herinnen &#8211; heute wie vor hundert Jahren<\/strong><\/h3>\n<p>In beiden Fabriken wurden \u00fcberwiegend Frauen zu Sklavenl\u00f6hnen besch\u00e4ftigt. Die Triangle Shirtwaist Company in Greenwhich Village Downtown Manhatten\u00a0 war eine Blusenmanufaktur. Besch\u00e4ftigt wurden haupts\u00e4chlich sehr junge N\u00e4herinnen, die \u00fcber 70 Stunden in der Woche\u00a0 arbeiteten. Der Wochenlohn: weniger als 10 Doller. Gezahlt wurden f\u00fcr 7 bis 8 Dollar f\u00fcr die ganze Woche! Frauen aus Europa und Russland.<\/p>\n<p><strong>Der Gro\u00dfbrand &#8211; ein Grauen<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Frauen sprangen bei dem Brand reihenweise aus den Fenstern in den Tod. F\u00fcr Polizisten, Passanten und Feuerwehrleute\u00a0 muss dieser Samstag Nachmittag das pure Grauen gewesen sein. Eine Tr\u00e4godie. Im Sekundentakt klatschen K\u00f6rper auf den Asphalt auf. Keine der Frauen, die aus den oberen Stockwerken gesprungen sind, hat \u00fcberlebt.\u00a0 Den beiden Inhabern konnte man wegen mangelnder Arbeitssicherheit nichts nachweisen. Beide hatten gute Verbindungen zu den Stadtr\u00e4ten New Yorks.\u00a0 <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frances_Perkins\">Frances Perkins <\/a>war Augenzeugin des gigantischen Feierinferno\u00b4s.\u00a0 Sie hat Ihr ganzes Leben dem Kampf\u00a0 gegen miserable Arbeitsbedingungen gewidmet und wurde 1933 amerikanische Arbeitsministerin. 1938 wurde der Fair Labour Standards Act in den USA eingef\u00fchrt. Das Gesetzt regelt bis heute die Arbeitnehmerrechte.<\/p>\n<p>In Bangladesh gibt es rund 4000 Textilfabriken.\u00a0 In den meisten dieser Fabriken gibt es<\/p>\n<ul>\n<li>keine Brandschutzvorrichtungen<\/li>\n<li>keine ausgezeichneten Fluchtwege<\/li>\n<li>marode Elektroinstallationen<\/li>\n<li>keine oder versperrte Notausg\u00e4nge<\/li>\n<li>vergitterte Fenster<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tausende Fabrikarbeiter protestierten Tage nach dem Brand wegen der h\u00e4ufig fehlenden Sicherheitsm\u00e4ngel. Zu den miserablen Sicherheitsm\u00e4ngeln kommen Sklavenl\u00f6hne. N\u00e4herinnen verdienen 7 bis 8 Euro in der\u00a0 Woche<strong>.<\/strong> Das sind die gleichen Stundenl\u00f6hne, die die <span style=\"text-decoration: underline;\">N\u00e4herinnen vor 100 Jahren<\/span> in New York bekamen.\u00a0 Die Frauen arbeiten bis diesen Lohn bis zu 16 Stunden t\u00e4glich. Und riskieren Ihr Leben &#8211; und Ihre Gesundheit. Das Dauersitzen an der N\u00e4hmaschinen in geb\u00fcckter Haltung verursacht bei vielen Frauen R\u00fcckenprobleme. Dazu der Umgang mit gef\u00e4hrlichen Chemikalien. All das sind Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Fair Trade Produktion.<\/p>\n<p><strong>Deutschland: T- Shirt f\u00fcr 2,99 Euro &#8211; und in Bangladesh wird gehungert\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Und Deutschland ist geiz schon lange geil. Und deshalb gibt es T-Shirts f\u00fcr 2,99 Euro und Jeans f\u00fcr 9,99 Euro.\u00a0 Und was bekommt die N\u00e4herinnen in Bangladesh? F\u00fcr ein gen\u00e4htes T-Shirt gibt es 3-4 Cent.\u00a0 Nur 1-3 Prozent des Verkaufserl\u00f6ses landet bei der N\u00e4herin in Bangladesh.<\/p>\n<p><strong>Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Fabrik in Indien oder Bangladesh?<\/strong><\/p>\n<p>Eine gute Fabrik bietet den N\u00e4herinnen w\u00e4hrend der Arbeit sauberes Wasser. Ausserdem gibt es Feuerl\u00f6scher im Arbeitsraum und einen Arzt, der sich um kranke Frauen k\u00fcmmert. Und geregelte Pausenzeiten.<\/p>\n<p>Die meisten Fabriken bieten den Frauen gar keine Standards.<\/p>\n<ul>\n<li>kein frisches Wasser<\/li>\n<li>keine geregelten Pausenzeiten<\/li>\n<li>kein Krankengeld oder Mutterschutz<\/li>\n<li>kein fairer Lohn<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kampagne f\u00fcr saubere Kleidung<\/strong><\/p>\n<p>Es wird Zeit, das die deutsche Regierung die Z\u00fcgel in die Hand nimmt. Der Staat muss Druck aus\u00fcben damit in Deutschland verkaufte Waren sozial vertr\u00e4glich hergestellt werden. Und es wird Zeit, das deutsche Unternehmen als Auftraggeber dieser Waren eine Verantwortung \u00fcbernehmen.\u00a0 Nur diese Auftraggeber haben Einfluss auf die Produzenten und k\u00f6nnen Druck aus\u00fcben. Zeit f\u00fcr mehr Fair Trade Produktion.<\/p>\n<p>Genau solche Forderungen stellt auch die ,,<a href=\"http:\/\/www.saubere-kleidung.de\/\"> Kampagne<\/a> f\u00fcr saubere Kleidung&#8220;\u00a0 gemeinsam mit dem European Center f\u00fcr Human Rights (ECCHR) und der medico International.<\/p>\n<h4><strong>Gewerkschaften haben wenig M\u00f6glichkeiten gegen die organisierte Sklaverei<\/strong><\/h4>\n<p>Die Gewerkschaften m\u00fcssen so wie auch nach der Brandkatastrophe in New York im Jahre 1911 stark werden. Sie m\u00fcssen vor Ort f\u00fcr die Umsetzung eines funktionierenden Brandschutzes k\u00e4mpfen. Ein Brandschutzabkommen wurde von den Gewerkschaften in Banglasesh und internationalen Arbeitsrechtsorganisationen erarbeitet.Diese Abkommen haben bisher einzig der PVH Konzern sowie Tchibo unterzeichnet.<\/p>\n<p>Frauen, die sich in Gewerkschaften organisieren, riskieren Ihren Job. Das Grundproblem: die Regierung in Bangladesh k\u00f6nnte einiges \u00e4ndern. Nur &#8211; in dieser Regierung sitzen zum gr\u00f6\u00dften Teil der Fabrikbesitzer Textilfabriken. So kann sich nicht viel \u00e4ndern.<\/p>\n<h4><strong>Deutsche Bundesregierung ist aufgefordert, den Druck auf die Herstellung sozialvertr\u00e4glicher Waren zu erh\u00f6hen. Und zwar in alle Richtungen.\u00a0<\/strong><\/h4>\n<p>Es muss mehr Druck gemacht werden auf Unternehmen, Regierungen und H\u00e4ndler. Auch von internationalen Organisationen wie\u00a0 die UNO.\u00a0 Weltweite Mindeststandards bei der Herstellung von Textilien setzt der ILO.\u00a0 International Labour Organization.<\/p>\n<p>Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sollte Verbrechen gegen die\u00a0 Menschlichkeit ahnden und Gesetzesbrecher anklagen.<\/p>\n<p>Besser ist <a href=\"http:\/\/www.takutrends.de\/blog.takutrends.de\/?p=606\">Fairtrade.<\/a>. <strong>Fair Trade Produktion<\/strong> K\u00f6ln.\u00a0 Fairtrade achtet auf Sozialstandard und auf die Bezahlung eines fairen Lohns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fair Trade Produktion K\u00f6ln.\u00a0 Taku Trends ist Fair Trade Lizenzpartner. Produziert werden Bio Baumwolltaschen und Bio Textilien. Bio Textilien in Fair Trade Produktion finden Sie in gro\u00dfer Auswahl bei Taku Trends. Warum ist die Fair Trade Produktion so wichtig? Was haben 25.3.1911 und der 24.11.2012 gemeinsam? 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